Unsere Schnippel-Girls

Im Mai 1999 gründete sich die Frauenbastelgruppe Schnippel-Girls mit dem Ziel selbstgebastelte Dinge zu verkaufen und von dem eingenommenen Geld DIN-gerechte Spielplatzgeräte anzuschaffen um für Kinder und Besucher der Kolonie wieder einen Spielplatz aufzubauen, da das alte Klettergerüst wegen Altersschwäche demontiert werden musste.

 

Zunächst von dem Einen und Anderen belächelt, konnten schon im Rahmen der Kinderweihnachtsfeier des gleichen Jahres die ersten Basteleien erstanden werden. Und bald konnte auch als erstes eine Rutsche angeschafft werden.

Heute verfügt die Kolonie neben der Rutsche auch über eine Schaukel, zwei Federwippen, einem Sandkasten, mehren (Geduld-) Spielen, einer Outdoor-Tischtennisplatte und einem Outdoor-Kicker und ist Anziehungs- und Treffpunkt - nicht nur für unsere "Koloniekinder" sondern auch für Kinder aus der Umgebung.

 

Mehr über unsere Schnippel-Girls und über das, was die Damen sonst noch so treiben erfahren Sie, auf ihrer Homepage


Unser Naturlehrpfad

Herzlich willkommen auf dem Naturlehrpfad der Kolonie Freiheit mitten im Neuköllner Kiez.

Nach einer Planungszeit von rund 1 1/2 Jahren und einer Bauzeit von nur knapp sechs Monaten wurde am 24. September 2010 unser Naturlehrpfad offiziell eröffnet.

 

Seither ist er ein Anziehungspunkt für unsere Nachbarn, Schul-, Hort- und Kindergartengruppen aus ganz Berlin und dem Umland. Aber auch andere Kleingärtner holen sich hier Anregungen für ähnliche Projekte. Sogar aus dem Land Brandenburg und aus Wolfsburg waren schon Bezirksverbands- und Kolonievorstände bei uns, da auch dort die Kleingärtner bestrebt sind, die breite Öffentlichkeit an der Natur mitten in der Stadt teilhaben zu lassen und die Anlagen für ihre Nachbarn attraktiv zu gestalten.

Unter dem Motto "Natur erleben und begreifen mit allen Sinnen" laden die Schnippel-Girls sie ein, unseren Naturlehrpfad zu besuchen. Verbringen sie einige schöne Stunden auf unserer Kolonie. Neben informativen Schautafeln gibt es noch eine ganze Menge mehr auszuprobieren, zu riechen, zu schmecken und zu erleben.

 

Das Berliner Bärchen führt Sie zur Homepage der Schnippel-Girls auf der Sie noch mehr über unseren Naturlehrpfad erfahren können:


Der Laubenpieper-Adventsmarkt

Zunächst haben die Schnippel-Girls ihre selbstgebastelten Preziosen "nur" im Rahmen der Kinderweihnachtsfeier und zur einen oder anderen Mitgliederversammlung angeboten. Doch schon im Jahr 2004 traten Sie an die Öffentlichkeit - sprich - von nun an war ein Stand auf dem Alt-Buckower-Adventsmarkt die Haupteinnahmequelle.

 

Nach einer Schaffenspause in 2014 machten sich die rührigen Schnippel-Girls dann "selbständig":

 

2015 riefen sie den 1. Berliner Laubenpieper-Adventsmarkt ins Leben. Seither werden an jedem ersten Adventswochenende auf dem Gelände der Waldgaststätte Hanff´s Ruh - mitten im Grünauer Forst -  ausschließlich selbstgebastelte Dinge von nicht professionellen Bastlerinnen und Bastlern angeboten.

Nun fragen Sie sich sicherlich, warum eine Neuköllner Bastelgruppe ihren Markt ausgerechnet in Grünau veranstalten. Neben den Einnahmen, die natürlich wieder zu 100% in das Projekt "Naturlehrpfad" fließen, gibt es noch einen weitere Gründe für diesen Adventsmarkt: 

1. soll mittelfristig erreichen werden, dass die Berliner Kleingärtner nicht nur in der Sommersaison wahrgenommen werden, sondern die soziale Bedeutung der Kleingärtner auch im Winter sichtbar wird.

2. vermieten die Schnippel-Girls die Marktstände zum Selbstkostenpreis, um auch privaten Bastlerinnen und Bastlern die Möglichkeit zu geben ihre Waren anzubieten, was bei den enormen Standmieten auf anderen Weihnachtsmärkten kaum möglich ist. Dies ist jedoch nur möglich, da das Gelände der Bastelgruppe kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Und last but not least wollten die Schnippel-Girls einen Adventsmarkt kreieren, der nach Weihnachten duftet, sich nach Weihnachten anhört und wie Weihnachten aussieht - und nicht mit einem x-beliebigen Rummel samt Tannendeko verwechselt werden kann. Und das haben sie geschafft!

Der Weihnachtsmann verteilt kleine Geschenke an die Kinder, die Schreberjugend bietet ein buntes Bastelprogramm an, Weihnachtsgeschichten werden vorgelesen und es gibt eine kleine Eisenbahn, die kostenlos von den kleinsten Besuchern genutzt werden kann. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgt das Team von Hanff´s Ruh und der Schnippel-Girls eigene DJ-Matze versorgt den Markt mit Weihnachtsmusik. Die liebevolle Dekoration des Marktes durch alle Beteiligten runden das Bild ab.

 

Folgen Sie dem Weihnachtsmann zur Homepage der Schnippel-Girls, um noch mehr über diesen traditionellen Adventsmarkt zu erfahren.

Beitrag unserer Schriftführerin Dagmar Guski
anlässlich der Mitgliederversammlung am 23. März 2019

Es ist Frühling - nicht unbedingt der richtige Zeitpunkt, um von Weihnachten zu sprechen. Im Herbst bei der nächsten Versammlung würde es wahrscheinlich besser passen, aber wenn Sie möchten, teile ich meinen persönlichen Eindruck gleich heute mit Ihnen:

 

Zugegeben, der Weg ist weit. Grünau liegt nicht gerade vor der Haustür. Wenn dann noch die S-Bahn nicht bis zum gewünschten Ziel fährt und die Straßenbahn aus baulichen Gründen ausfällt, kann die Anfahrt mit den Öffentlichen schon mal zwei Stunden dauern. Aber irgendwann war ich auf dem richtigen Waldweg und nach einem relativ kurzen Fußweg tat sich linksseitig plötzlich ein wunderbares Weihnachtslicht auf - ich war da!

 

Schon am Eingang wusste ich, dass sich der Weg gelohnt hat. So ein schöner, friedlicher Weihnachtsmarkt. Kein Gegröle und auch kein Riesenrad. Stattdessen leise Weihnachtsmusik aus unsichtbaren Lautsprechern von den Bäumen. Alle Stände liebevoll ausgerichtet. Alles ist da: Glühwein, Bratwurst, Grünkohl, Basteleien, Sachen aus Filz (nicht ungewöhnlich auf einem Weihnachtsmarkt), Leckereien, echtes Feuer in Tonnen, Geschenke für die Familie und sogar auch für die Schwiegermutter. Und genügend Platz zum Ausruhen draußen, bei dem angrenzenden Restaurant (ohne, dass man etwas bestellen musste). Ich habe einige Kolonisten getroffen und mich darüber gefreut.

 

Auf dem Heimweg, der naturgemäß wieder zwei Stunden gedauert hat, fiel mir plötzlich ein, dass dieser kleine Weihnachtsmarkt ja auch kein Naturwunder sein kann, sondern dass dahinter Menschen stehen, die sich lange vor Weihnachten viel Arbeit und Gedanken machen, damit so etwas überhaupt entstehen kann. Angefangen hat es mal mit 2-3 Ständen, jetzt sind es dank der positiven Annahme durch die "Einheimischen" deutlich mehr. Es fehlt an nichts. Und zudem weiß ich, dass alle Einnahmen. die "die Schnippel-Girls" aus diesem kleinen Weihnachtsmarkt ziehen, direkt in unsere Kolonie fließen. Allein das ist einen Besuch wert und Hochachtung an die "Schnippel-Girls".

 

Dagmar Guski                                                
Schriftführerin der Kol- Freiheit